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SSV Eichelberg 1953 e.V.
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Unsere unterirdische Schießanlage

• Neue Schießanlage
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Von der alten zur neuen Anlage

Die technische Schießanlage des Sportschützenvereins wurde zeitgleich mit der Erbauung des neuen Schützenhauses im Ortsteil Steinklingen in dessen Untergeschoss fertig gestellt. Das war Ende September 1990, nachdem das alte Schützenhaus in der Götzstraße mehr als 3 Jahre nach einem Gerichtsbeschluss aufgrund der Kündigung des bebauten Geländes abgerissen worden war.
Das alte Haus war nur für Luftdruckgewehre und -Pistolen auf einer 10m-Distanz ausgelegt gewesen. Außerdem schoss man aus den geöffneten Fenstern hinaus auf Kugelfänge, die an einer Holzwand im Freien befestigt waren, was insbesondere in der Winterzeit nicht angenehm für Schützen und Schießleiter war.

Bei der Planung des neuen Hauses wollte man auf keinen Fall das alte Konzept neu errichten, sondern vor allem eine Möglichkeit schaffen, mehrere Disziplinen auf mehr Ständen als bisher und auch auf weitere Distanzen schießen zu können. Erst diese Konzeption eröffnete dem Verein den Zugang zu fast allen zugelassenen Arten von Feuerwaffen.

Planung

Von Anfang an war im Verein hierbei an eine unterirdische Anlage gedacht worden, was im Hinblick auf den Lärmschutz vorteilhaft war.

Bei allen Begutachtungen und Genehmigungsverfahren löste diese Konzeption sehr bald weit reichende Zustimmung aus. Unter anderem der für die Genehmigungsverfahren und bei der Finanzierung von Sportanlagen sehr einflussreiche Badische Sportbund in Karlsruhe war davon sehr begeistert, wurde doch damals vom Sportbund die erste unterirdische Schießanlage in seinem Zuständigkeitsbereich Nordbaden in Oberflockenbach/Steinklingen genehmigt.
Von den Planern mussten nun viele Details geklärt werden, um die Anlage später auch technisch abgenommen zu bekommen, wie z. B. die Innenhöhe der Räume, Höhen der Schießtheken, Breite und Tiefe der Stände, Art des Kugelfangs, oben befestigte Kabelverlegung, Transport der Scheiben, Einhaltung der Längenabstände, eine ausreichende Luftabsaugung usw. Schließlich entwickelten und bauten die Schützenmitglieder die Ausführung der Technik selbst und bewegten sich damit weitgehend auf Neuland. Nur das Altmitglied Willi Haas war vertraut mit Kranbau, der notwendigen Kabelverlegung und der Schalttechnik der Anlage und entwickelte die dazu notwendigen Ideen, auch im Vergleich mit industriell gefertigten Anlagen, die auf dem Markt waren. Um weitere Ideen zu sammeln, wurden verschiedene fremde Schießanlagen besichtigt, u.a. auch die damals neue Anlage in Windisch-Eschenbach

Schießbahnen und Schießstände

Gebaut wurde schließlich die heute vorhandene, unterirdische Anlage mit 1 Bahn mit jeweils 5 Ständen auf einer maximalen Gesamtlänge von 25m und einer weiteren Bahn mit 4 Ständen von 50m Länge. Die beiden Bahnen wurden durch eine Längsmauer getrennt, um Querschüsse und Querschläger zu vermeiden. Bedingt durch die Geländebegrenzung war keine 100m-Entfernung machbar.
Die Scheibenführungsseile laufen an der Decke entlang und sind durch quer zur Schießrichtung verlaufende, dicke Holzbalken geschützt. Diese Balken schützen auch die Beleuchtungseinheiten.
Die 50m-Bahnen sind für Gewehr-Disziplinen mit der Ausnahme „Freie Pistole" und die 25m Bahnen hauptsächlich für Pistolen gedacht. Als Geschossenergie sind auf den 50m-Bahnen maximal 7000 Joule und auf den 25m Bahnen bis 2800 Joule zugelassen.

Als Kugelfänge wurden an den Stirnwänden der Bahnen senkrecht stehende Stahlplatten montiert, vor denen ca. 1m lange Holzbalken aufgeschichtet sind. Diese Konstruktion soll in Zukunft durch je einen quadratischen, pyramidenförmigen Stahltrichter pro Stand als Kugelfang ersetzt werden, wobei das aufgeschichtete Holz außen herum wie bisher bleiben kann.
Die Schalttechnik wurde so ausgelegt, dass sie den vom Deutschen Schützenbund geschossenen Disziplinen entsprach. Einschaltbar sind Stopps der Scheibenhalter bei den Entfernungen 10m, 15m, 25m, und auf der Gewehr-Bahn ist das Ende bei 50m. Wesentliche Lieferanten von Großteilen waren die Firmen DEMAG Cranes und Klöckner-Möller mit ihren Schaltschränken.

Einweihung

Die eindrucksvollen Einweihungsfeierlichkeiten für das neue Schützenhaus fanden am 29. und 30. September 1990 statt. Die technische Schießanlage war zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich auch fertig, aber noch nicht amtlich abgenommen. Nur zu Demonstrationszwecken konnte man aber die Scheiben schon hin- und herfahren lassen. Der langjährig amtierende (Ehren)Oberschützenmeister Johann H. Ehlers kümmerte sich mit seinen Assistenten wie schon zuvor bei den vielen erforderlichen Genehmigungen weiter intensiv auch um die letzten Zulassungshindernisse. Ein Jahr später, am 24. Oktober 1991, war es dann so weit. Das Ordnungsamt in Weinheim kam zur endgültigen Abnahme und gab sein Plazet. Seither ist die Anlage ununterbrochen in Betrieb und bestand bisher auch ohne große und unüberwindbare Auflagen die alle 4 Jahre sich wiederholenden Sachverständigeninspektionen.

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